Kürzlich wurden die Urban-Gardening Vorstösse, welche das junge grüne Bündnis vor zwei Jahren eingereicht hat, vom Regierungsrat insgesamt positiv beantwortet. Doch dies ist für die Jungen Grünen noch nicht genug. Sie engagieren sich gleich mit einem weiteren Vorstoss...

Medienmitteilung

Beantwortung der "Urban-Gardening" Vorstösse und Einreichung neuer Vorstoss - Hin zu einer essbaren Stadt

Kürzlich wurden die drei "Urban-Gardening Vorstösse", welche das junge grüne Bündnis vor zwei Jahren eingereicht hat, vom Regierungsrat beantwortet: Der Gemeinschaftsgarten Landhof soll vergrössert und langfristig gesichert werden. Die Kompostberatung der Stadtgärtnerei soll zu einer Kompost- und Gartenberatung ausgebaut werden und die Stadtgärtnerei verspricht, mehr essbare Pflanzen in Zierbeeten zu integrieren. Doch dies ist für die Jungen Grünen noch nicht genug. Sie engagieren sich gleich mit einem weiteren Vorstoss weiterhin für eine essbare Stadt. Per Vorstoss soll die Stadtgärtnerei einen Bildungsauftrag erhalten und ein Strategiepapier über die Bildung der Bevölkerung über die Lebensmittelproduktion erstellen. Damit sollen die bisherigen Errungenschaften nachhaltig unter einem Dach vereint und weiter ausgebaut werden.

Mit bereits drei Vorstössen im Grossen Rat hat das junge grüne Bündnis Akzente gesetzt, um das Bewusstsein für Nutzpflanzenanbau und Lebensmittelerzeugung auch für die Stadtbevölkerung zugänglicher zu machen. Ein Vierter wird bald eingereicht und voraussichtlich im September im Grossen Rat behandet werden. Mit den drei Vorstössen Ballmer (Link), Bertschi (Link) und Arslan (Link), welche das junge grüne Bündnis einreichte, bewegt sich die Stadt in die richtige Richtung. Die Beratung für Kompost und Garten in der Stadt wird gestärkt, enttäuschend ist aber, dass der Regierungsrat keine Aufstockung der Stellenprozente für diese Stelle in Betracht zieht. Dies ist insofern stossend, als der Regierungsrat in der Beantwortung aller drei Vorstösse mehrfach von einem "wachsenden Interesse der städtischen Bevölkerung an umweltverträglichem Pflanzenanbau sowie an gesunder, lokaler Ernährung" spricht. Das jgb setzt sich daher weiterhin für einen Ausbau im Rahmen des versprochenen neuen Stellenkonzepts aus. Mit dem zusätzlichen Anzug, welcher von Raphael Fuhrer morgen eingereicht wird, wird das jgb den Regierungsrat auffordern zu prüfen, ob der Stadtgärtnerei einen Bildungsauftrag im Bereich Bildung der Bevölkerung über die Artenvielfalt und die Kultivierung und Pflege von Nutzpflanzen gegeben werden kann. So könnten die gemachten Versprechen aus der Beantwortung der drei genannten Vorstösse nachhaltig unter einem Konzept vereint werden. Damit könnte der Bezug zu Nutzpflanzen und der Lebensmittelherstellung gestärkt und gefördert werden. Nicht zuletzt würde davon auch die Lebensqualität profitieren.

„Es ist schade, dass heute viele nicht mehr wissen, wann die Saison für die jeweiligen Gemüsesorten ist" findet Co-Präsidentin Raffaela Hanauer. „Für einen bewussten Umgang und Konsum mit Nahrungsmitteln braucht es neben dem breit vorhandenen Interesse aus der Bevölkerung auch mehr Wissen“. Bezüglich der Beantwortung der Vorstösse, meint Hanauer: "Eine Vergrösserung und langfristige Sicherung des Gemeinschaftsgarten Landhofs ist ein Meilenstein für die NutzerInnen dieses Gartens." jedoch fügt sie resignierter hinzu: "Zwar ist erfreulich, dass die Kompostberatung neu konzipiert und ausgearbeitet werden soll, ohne Ausbau der Stellenprozente kann diese Stelle jedoch nicht dem Interesse der Bevölkerung gerecht werden".

Das junge grüne Bündnis setzt sich dafür ein, dass der Naturraum in der Stadt nicht nur Zierde ist. Denn auch in der Stadt steckt ein grosses Potential, Nutzpflanzen anzubauen, und so auch die Menschen in der Stadt in Berührung mit Lebensmittelerzeugung kommen zu lassen. Das Wissen, wo unser Essen her kommt, geht vor allem in städtischen Gebieten immer mehr verloren. Je mehr aber ein Bezug zur Lebensmittelerzeugung hergestellt wird, desto einfacher fällt ein bewusster Umgang und Konsum mit Lebensmitteln. Das junge grüne Bündnis arbeitet weiter für eine essbare Stadt!

(Den genauen Wortlaut des neuen Anzuges kann nach der Einreichung auf der Grossratsseite abgerufen werden)

Raffaela Hanauer
Co-Präsidentin jgb nordwest
079 414 93 37


Bálint Csontos
Co-Präsident jgb nordwest
079 956 52 81

Junges Grünes Bündnis Nordwest
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