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Medienmitteilung

Nachtzuschlag: Braucht es eine weitere ÖV-Initiative?

Nachtzuschlag: Braucht es eine weitere ÖV-Initiative?

 

Das junge grüne bündnis nordwest (jgb) bittet die LandrätInnen, den Versuch der FDP, einen Nachtzuschlag im TNW-Netz einzuführen, abzulehnen. Der Vorstoss wird an der morgigen Landratssitzung behandelt.

"Der Vorstoss bereitet uns nicht nur Sorgen wegen seiner Folgen, wir wurden durch die Unverfrorenheit der Forderung geradezu überrascht", so Bálint Csontos, Co-Präsident des jungen grünen bündnisses.

Nicht nur würde der Kanton durch die Einführung des Nachtzuschlags in der Förderung des öffentlichen Verkehrs um Jahre zurückgeworfen, mit ihm würde auch ein grosser Teil der Präventionsbemühungen im Unfallbereich zunichte gemacht: Die Sorge, mit einem Nachtzuschlag würden Nachtschwärmer aufs Auto umsteigen, ist sicher nicht unbegründet.

"Vor allem aber", so Csontos weiter, "ist dieser Vorstoss nichts anderes als der Versuch einer heimlichen Steuererhöhung bei allen Partygängern und Konzertbesuchern, die gerade junge Menschen teuer zu stehen käme."

Der regelrecht unanständige Vorstoss reiht sich leider ein in eine Reihe von Angriffen der Rechten auf den Öffentlichen Verkehr. Gemeint sind beispielsweise die extreme Verteuerung des U-Abos und der kürzlich beschlossene Abbau von Buslinien in Randregionen, bei dem auch die Änderung eines laufenden GLAs ohne Anhörung der betroffenen Gemeinden zu kritisieren ist. Da auch die BUD unter Sabine Pegoraro den Öffentlichen Verkehr bekämpft anstatt ihn ernst zu nehmen, gibt es beim jungen grünen bündnis Überlegungen, zusammen mit den Grünen eine ÖV-Initiative zu lancieren. Diese könnte das letzte Mittel sein, um ein Mindestangebot im ÖV zu sichern.

Bálint Csontos
Co-Präsident jgb nordwest
079 956 52 81

Junges Grünes Bündnis Nordwest
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