datum

Medienmitteilung

Medienmitteilung Junge Grüne

    

Urban Gardening soll in Basel gefördert werden

Das junge grüne bündnis nordwest (jgb) und Urban Agriculture Basel (UAB) setzen sich gemeinsam für ein verstärktes Urban Gardening und Agriculture Angebot in Basel ein. Dafür wurden am 11. März drei parlamentarische Vorstösse eingereicht (Siehe Link). Das jgb wurde dabei von UAB und den beiden städtischen Grünparteien (Grüne BS und Basta!) unterstützt.

Seit einigen Jahren erobern Nutzpflanzen wieder vermehrt städtische Wohngebiete. "Urban Gardening" ist ein globales Phänomen, das auch in Basel grosse Nachfrage findet. Das jgb setzt sich in Zusammenarbeit mit UAB auf politischer Ebene für einen städtischen Anbau von Nahrungsmitteln und eine Beratungsstelle ein. Mit den drei eingereichten Anzügen soll Folgendes realisiert werden:

1.    Wir wünschen uns eine Öffnung städtischer Grünflächen (v.a. in Parkanlagen) für öffentliche Gemeinschaftsgärten:
Wir fordern eine Pilotfläche in einem öffentlichen Park. "Wir möchten den Anbau von Nahrungsmitteln in den Alltag und die nähere Umgebung der Bevölkerung einbringen. Dadurch kann eine Sensibilisierung für eine regionale Ernährung erreicht werden. Gemeinschaftsgärten sind eine Aufwertung für öffentliche Parkanlagen." sagt Raffaela Hanauer, Vorstandsmitglied jgb. Zusätzlich zu den ökologischen Vorteilen kann durch gemeinschaftliches Gärtnern auch eine Integrationsarbeit geleistet werden und finanziell Schwächere könnten von den städtischen Produkten profitieren.

2.    Wir möchten mehr Nutzpflanzen in städtischen Zierbeeten anpflanzen:
Durch das Vorzeigen und direkte Erleben landwirtschaftlicher Produktion, soll die Bevölkerung für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln sensibilisiert werden. Mit dem Anbau von Nutzpflanzen in öffentlichen Beeten kann zudem wichtiges Wissen über die Natur und die Landwirtschaft vermittelt werden. Die Saisonalität und Artenvielfalt von Nutzpflanzen wird erlebbarvorgezeigt .

3.    Wir wollen eine Kontaktstelle für den urbanen Lebensmittelanbau:
Der gemeinnützige Verein Urban Agriculture Basel setzt sich seit 2010 für eine essbare Stadt ein. Mit diversen Projekten in und um Basel werden die Lebensmittelkreisläufe und Zusammenhänge in Gemeinschafts-/Freizeit-/ und Balkongärten, Lebensmitteldepots, Podien u.v.m. erlebbar gemacht. Mit dem eingereichten Anzug soll geprüft werden, ob und wie eine Kontaktstelle für das urbane Gärtnern innerhalb der Stadtgärtnerei eingerichtet werden kann. Städte wie Freiburg und Stuttgart könnten als Beispiel dienen, denn sie bieten ihren StadtbewohnerInnen schon eine gutfunktionierende Kontaktstelle für den städtischen Lebensmittelanbau. "Selbstverständlich bietet jede Schweizer Stadt Lebensmittelläden, Gärten und Parkanlagen. Zu einer nachhaltigen Stadtinfrastruktur gehören jedoch, je länger je mehr, auch Kontaktstellen für den städtischen Lebensmittelanbau und das urbane Gärtnern". Sagt Tilla Künzli, Vorstandsmitglied von UAB.

Das jgb und UAB sind überzeugt, dass Urban Gardening in Basel Zukunft hat und nicht nur ein kurzweiliges Phänomen ist. "Urban Gardening hat zahlreiche positive Aspekte: regionale Identität, Integration, Quartierarbeit, einen Lerneffekt über die Natur und Nahrung und noch vieles mehr kann dadurch gefördert werden." sagt Raffaela Hanauer. Um die vielen positiven Aspekte von Urban Gardening aufzuzeigen, werden wir uns mit Nachdruck für eine Förderung dieser Bewegung einsetzen.

 

Raffaela Hanauer (jgb) und Tilla Künzli (UAB) beim Anpflanzen von Johannisbeeren im Kannenfeldpark

Raffaela Hanauer
Vorstand jgb nordwest
Projektverantwortliche
079 414 93 37

Tilla Künzli
Vorstand UANB
077 429 40 48

Junges Grünes Bündnis Nordwest
info@jungesgruenesbuendnis.ch | www.jungesgruenesbuendnis.ch