10.05.2012

Medienmitteilung

Chance und Bereicherung für jedes Quartier

Medienmitteilung: Podiumsdiskussion ‚Asyl in Not?‘

 

Das junge grüne bündnis nordwest (jgb nordwest) forderte gestern öffentlich mehr Unterkünfte, Beratungs- und Integrationsprogramme und die Entprivatisierung des Asylwesens. Die Expertinnen und Experten auf dem Podium setzten sich mit den Forderungen auseinander und auch das zahlreich erschienene Publikum diskutierte im Anschluss lange und lebhaft weiter.

Die gestrige Podiumsveranstaltung war mit rund hundert Zuhörenden und einer angeregten Diskussion ein voller Erfolg. Nach der Präsentation des Forderungspapiers durch das junge gründe bündnis nordwest (jgb nordwest), diskutierten Regierungsrat Christoph Brutschin, Francesca Falk (Universität Basel), Michel Meier (Beratungsstelle für Asylsuchende), Almut Rembges (bblackboxx) und Stefan Schlegel (foraus) unter der Leitung von Urs Buess (TagesWoche) über die Forderungen und die Situation der Asylsuchenden in der Region Basel.

 

Asylsuchende sind Chance und Bereicherung

Überfüllte Unterkünfte, Asylsuchende, die auf der Strasse schlafen müssen, Aufschreie bei jeder neuen Asylunterkunft – die Podiumsteilnehmenden waren sich einig, dass die aktuelle Situation für die betroffenen Menschen im Asylverfahren unzumutbar ist. Sie möchten das Thema aber von einer anderen Seite angehen: Migrantinnen und Migranten sind eine Chance und Bereicherung für jedes Quartier und die ganze Region.

 

Unterkunftssituation

Das jgb nordwest verlangt von den Regierungen der Kantone Basel-Stadt und Basel Landschaft die Einrichtung von genügend Unterkunftsplätzen, die Entwicklung und Einhaltung von Mindeststandards und den Ausbau der Beratungs- und Integrationsangebote.

Uneinigkeit gab es bei der Forderung nach einer Entprivatisierung der Betreuungs- und Sicherheitsaufgaben. Dabei standen organisatorische und finanzielle Argumente der Notwendigkeit einer Qualitätssteigerung und demokratischen Kontrolle gegenüber.

 

Verantwortung auch für Einrichtungen des Bundes

Obwohl das Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) vom Bund betrieben wird, kann sich die Region Basel nicht aus Verantwortung ziehen. Die beiden Kantone sind gefordert, dem Bund den notwendigen Raum für einen Ausbau der Anzahl Unterkunftsplätze zur Verfügung zu stellen. Als Standortregion eines EVZ muss sich die Region Basel beim Bund für eine rasche Verbesserung im Umgang mit den Asylsuchenden einsetzen.

 

Zu lösungsorientiert?

Ein Kritikpunkt war, dass das Forderungspapier zu konkret sei. Vermisst wurde eine Grundsatzdiksussion zum Umgang mit der Migration. Das jgb nordwest legte, angesichts der unbefriedigenden Lage, den Fokus bewusst auf dringend notwendige und kurzfristig umsetzbare Lösungen. Das jgb nordwest will neben der ebenfalls wichtigen Grundsatzdebatte über Bewegungsfreiheit und kollektive Regularisierungen im Raum Basel baldige konkrete Verbesserungen sehen.

 



(

Tonja Zürcher
junges grünes bündnis nordwest
078 842 43 49

Nora Bertschi
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076 493 24 74

Benjamin van Vulpen
junges grünes bündnis nordwest
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Junges Grünes Bündnis Nordwest
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