15.02.2012

Medienmitteilung

Medienmitteilung

Trotz Gespräch mit dem Präsidialdepartement hält das junge grüne bündnis nordwest (jgb nordwest) an der Forderung nach einer öffentlichen Entschuldigung für die Äusserungen über «Abenteuermigranten» fest. Das jgb nordwest erwartet nun baldige Verbesserungsvorschläge, im reformbedürftigen Asylverfahren.

Vergangenen Mittwoch fand ein Gespräch zwischen Guy Morin, Thomas Kessler, Nicole von Jacobs und VertreterInnen des jungen grünen bündnis nordwest (jgb nordwest) statt. Zu diesem Gespräch lud das Präsidialdepartement als Reaktion auf die Kritik des jgb nordwest an den menschenverachtenden Äusserungen von Thomas Kessler über Asylsuchende aus dem Maghreb und Osteuropa.

Entschuldigung weiterhin gefordert

Guy Morin und Thomas Kessler halten die deplatzierten  Äusserungen für gerechtfertigt, da sie damit Bewegung in die Asyldebatte bringen und politische Mehrheiten für eine Verbesserung des Asylverfahrens schaffen möchten. Das jgb nordwest kann nicht nachvollziehen, weshalb anstelle der sachlichen Kritik am Verfahren einzig mit populistischen Vereinfachungen auf Kosten von Flüchtlingen Politik gemacht wird. Alle Asylsuchenden werden unter den Generalverdacht der Kriminalität gestellt. Das jgb nordwest hält daher an seiner Forderung nach einer öffentlichen Entschuldigung von Thomas Kessler für diese Verunglimpfung fest.

Wahre Probleme benennen

Das jgb nordwest fordert eine sachliche Auseinandersetzung, welche Probleme und Ursachen benennt. Diese liegen bei den Verfahren – und nicht bei den Menschen. Konkret mangelt es an Plätzen in den Asylunterkünften und an Personal zur Betreuung der Asylbewerbenden, sowie zur Bearbeitung der Verfahren.

Verbesserungsvorschläge erwartet

Das jgb nordwest erwartet nun baldige Information darüber, was konkret in Basel-Stadt verbessert werden soll und welche Forderungen der Kanton dem Bund gegenüber äussern wird. Denn eine deutliche Aufstockung der Anzahl der Unterkunftsplätze, Verbesserungen im Bereich der Integration der Asylbewerbenden nach Ankunft in Basel und bei der Betreuung insbesondere von Kindern und traumatisierten Flüchtlingen sind dringend nötig.  Das jgb nordwest wird aktuelle Entwicklung beobachten und selbst aktiv am Thema dran bleiben. So ist für das kommende Frühjahr eine öffentliche Diskussion geplant, in der politische EntscheidungsträgerInnen sowie Fachpersonen aus der Region über die weiteren Handlungsoptionen in der Stadt Basel diskutieren werden.

Tonja Zürcher
jgb nordwest
078 842 43 49

Benjamin van Vulpen
Vorstand jgb nordwest
076 386 35 57

Anina Ineichen
Co-Präsidentin jgb nordwest
079 406 46 57

Junges Grünes Bündnis Nordwest
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