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Medienmitteilung

Das junge grüne bündnis zeigt der BLPK die rote Karte

Das junge grüne bündnis nordwest (jgb) hat am Mittwoch in Liestal eine Aktion zum Thema Divestment (Abstossung von Investitionen in fossile Energie) durchgeführt. Vor dem Sitz der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) wurde der Geschäftsleitung für ihre Investitionsstrategie symbolisch die rote Karte gezeigt. Das jgb fordert von der BLPK Transparenz und Divestment. 

Die Mitglieder des jungen grünen bündnis nordwest (jgb) versammelten sich am Mittwoch vor dem Sitz der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLKP) und zeigten der Geschäftsleitung für ihr grobes Foul an der Umwelt eine überdimensional grosse rote Karte. Begleitet wurde die Aktion von lauten Trillerpfiffen. Das jgb fordert von der BLKP, endlich grundlegende Standards für ihre Investitionen wie ESG und Divestment umzusetzen. 

«Investitionen in Kohle, Öl und Gas durch die BLPK befeuern die Klimakatastrophe in enormem Ausmass», kommentiert Paula Carle, Co-Präsidentin jgb. 

Dominik Beeler, Co-Präsident jgb und Einwohnerrat in Liestal konkretisiert: «Freiwillige Massnahmen reichen nicht aus, um die Klimakatastrophe zu stoppen. Die BLKP muss endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und ihre Beteiligungen an fossiler Energie zurückziehen!»

Investitionen in fossile Energieträger und deren Förderung haben enorme Ausmasse angenommen. So werden zum Beispiel knapp 11 Prozent der US-Aktienanlagen der Schweizerischen Nationalbank in fossile Energien investiert (Ref 1, 2). Diese Investitionen befeuern die Klimakatastrophe in grossem Ausmass und sind inkompatibel mit den nationalen und internationalen Verpflichtungen der Schweiz bezüglich Klimaschutz, wie etwa dem Pariser Klimaabkommen (Ref 3). Zudem sind diese Investitionen rückwärtsgewandt und widersprechen dem mit der Energiestrategie 2050 vom Volk eingeschlagenen politischen Weg.

Dennoch investieren Schweizer Pensionskassen, darunter auch die Basellandschaftliche Pensionskasse, viel Geld in solche Anlagen. Die BLPK wird von der Klima-Allianz Schweiz in Sachen Klimaverträglichkeit gar als «Schlusslicht» der Schweizer Pensionskassen bezeichnet (Ref 4). Aus der Beantwortung einer Interpellation der Grünen/EVP Fraktion im Landrat ist ersichtlich, dass bisher über 150 Millionen Franken in den Energiesektor investiert wurden (Ref 5). Zudem setzt die BLPK und der Regierungsrat auf «freiwillige Massnahmen» anstelle von klaren Vorgaben und Strategien. Bessere Lösungen mit ganzheitlichen ESG (environmental social governance) Richtlinien werden bereits von verschiedenen Anlageinstituten auf der ganzen Welt angewendet, so auch von verschiedenen Pensionskassen in der Schweiz (Ref 2). 

Das jgb fordert das Ende dieser Scheinheiligkeit und stattdessen verbindliche Massnahmen im Kampf gegen die Klimakatastrophe!
 

Hier finden Sie ein Bild der Aktion.

Referenz 1: http://www.artisansdelatransition.org/rapports/carbon-invest-schweizer-nationalbank.pdf, abgerufen am 2.7.18

Referenz 2: http://www.klima-allianz.ch/, abgerufen am 2.7.18

Referenz 3: Paris Agreement 12.12.2015 Art 2c

Referenz 4: http://www.klima-allianz.ch/blog/pensionskassen, abgerufen am 2.7.18

Dominik Beeler
Co-Präsident jgb nordwest
079 728 95 52

Paula Carle
Co-Präsidentin jgb nordwest
076 749 26 13

Marcel Trefny
Leiter AG Klima Junge Grüne Schweiz
079 691 11 96

Junges Grünes Bündnis Nordwest
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