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Medienmitteilung

Neue Uni Mensa muss nachhaltig sein - offener Brief an die Uni lanciert

In einem offenen Brief wendet sich das junge grüne Bündnis (jgb) an die Abteilung Finanzen und Controlling der Universität Basel, welche zuständig für das Vergabeverfahren des Dienstleistungsauftrages für die Uni-Mensen ist. Das jgb fordert, dass die Universität Basel einen Caterer auswählt, der sowohl ökologische als auch nachhaltige Anforderungen erfüllt. Alles andere hält die Jungpartei als der Universität Basel nicht würdig. Die Universität Basel muss in ihrem Handeln auch bezüglich der Auswahl des Caterers ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen folgen, welche die negativen Folgen der Klimaerwärmung aufzeigen. Insbesondere fordert das jgb ein tägliches vegetarisches Menü, das günstiger sein soll als das fleischhaltige Menü. Ebenso soll der neue Caterer ein Konzept erarbeiten, wie der Fleischkonsum in den Mensen um 20% reduziert werden kann.  Auch soll sich der Caterer zur Vermeidung von Essensverschwendung und Verpackungsmüll einsetzen. Der öffentliche Brief kann von allen Unterstützer*innen hier unterzeichnet werden.

 

Offener Brief an die Universität Basel

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir wenden uns an Sie aufgrund der Neuausschreibung des Catering-Auftrages für die Mensen der Uni Basel. Wir, das junge grüne Bündnis (jgb), sind der Auffassung, dass sich die Uni Basel auch in diesem Bereich als nachhaltige Universität präsentieren sollte. Aus unserer Sicht muss sowohl das Kriterium der Ökologie als auch das der Nachhaltigkeit bei der Vergabe des Dienstleistungsauftrages prioritär behandelt werden. Fakt ist: Gerade unsere Ernährung und vor allem unser Fleischkonsum ist zu fast einem Drittel für den überhöhten Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich. Eine Universität, die zudem auch die negativen Auswirkungen des kommerziellen Landbaus erforscht, sollte bei der Anschaffung, Weiterverarbeitung und dem Verkauf landwirtschaftlicher Produkte ausschliesslich auf ökologisch und nachhaltig produzierter Produkte setzen.

Daher fordern wir, dass die folgenden Punkte in die Vergabe des Auftrages miteinbezogen und als prioritäre Kriterien behandelt werden:

1.     Es sollen alle Gerichte aus biologisch und regional produzierten Produkten bestehen. Ist dies vereinzelt nicht möglich, so sollen die Gerichte und Produkte entsprechend ihrer Umweltverträglichkeit mithilfe von Unternehmen wie beispielsweise "eaternity.org" überprüft und entsprechend negativ gekennzeichnet werden (z. B. "umweltschädlich").

2.     Foodwaste soll vermieden werden, indem nicht verbrauchte Lebensmittel entweder wieder verwendet oder an wohltätige Zwecke gespendet werden. Auch soll es möglich sein, kleine Portionen zu bestellen.

3.     Auf nicht wiederverwendbares Karton- und Plastikbesteck muss vollständig verzichtet werden.

4.     Jeden Tag muss mindestens ein vegetarisches Gericht, davon mindestens einmal pro Woche ein veganes, zu einem niedrigeren Preis als ein fleischhaltiges Gericht angeboten werden. Die neue Mensen-Betreiberin soll zudem ein Konzept zur Verminderung des Fleischkonsums um 20% (verglichen mit dem bisherigen Konsum in den Uni-Mensen) erarbeiten.

Wir erwarten von der Universität Basel, dass sie ihr Handeln auch an ihre eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse anpasst, da sie durch ihre Forschung massgeblich die Folgen der Klimakatastrophe aufzeigt.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße,

Im Namen des jungen grünen Bündnisses

 

Raffaela Hanauer und Jo Vergeat
Co-Präsidium junges grünes Bündnis

Raffaela Hanauer

Co-Präsidentin jgb nordwest
079 414 93 37

Jo Vergeat
Vize-Präsidentin jgb nordwest
078 644 93 33

Junges Grünes Bündnis Nordwest
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