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Leserbrief in der Baz, Bálint Csontos

 Von Zeit zu Zeit muss ich mir, trotz meiner grundsätzlichen Abneigung gegenüber diesem Blatt, einfach eine Baz-Ausgabe zu Gemüte führen. Auch hatte dieses Ritual leider nichts als Kopfschütteln zur Folge – die Baz ist jetzt halt Wegbereiter der Rechten und Ultrarechten.

Und dann ist da dieser wundervoll entlarvende, herrlich illustrierte Artikel auf Seite 17 über das Online-Leben unserer Regierungen. Da nehmen die rechten Städter Engelberger und Dürr ihre Kollegen Morin und Brutschin wohlwollend in ihr Männergrüppchen auf, während das Duo Dürr-Stückelberger dem ach so attraktiven Höhenfeuer-Kantönligeist aufsitzen, soweit wenig Überraschendes. Doch auch links der Mitte ordnen sich die Magistraten (Männer sowieso übervertreten) ins Panoptikum des längst überwunden geglaubten ein: Reber übt sich im zu jeder Endrunde gehörenden Fussball-Nationalismus (Schwizer, packed d Schwingergriff us..), und für Wessels ist Sarah Wyss offenbar mehr Objekt als Frau oder Mensch. Haha, das war natürlich lustig gemeint, so wie überhaupt der ganze (unbeholfene) Social Media-Wahlkampf.
Ein Tipp: Facebook & Co. Könnten sich bei entsprechender Absicht als unschlagbare Instrumente für die Verbreitung fundierter Inhalte und Meinungen erweisen.
Also, liebe Baz, du rechtes Parteiblatt: Danke für diese interessante Perspektive, Du hast mich zum Schmunzeln gebracht und mir sogar diese kleine Polemik entlockt!
P.S.: Angesichts dieses Schauspiels kann man Ackermann und Mück nur viel Erfolg wünschen.
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